Reise – Es geht los!!

Nach einer nahezu schlaflosen Nacht, einem letzten Frühstück mit Laugenstange und Seele und dem  Aussortieren zu schwerer Dinge aus meinem Koffer ging es auf nach Frankfurt. Meine Eltern und Cindy, meine beste Freundin, haben mich dort hingebracht. Nachdem wir, acht Freiwillige des BDKJ Bamberg, zusammen eingecheckt haben, hieß es also Abschied nehmen, was sehr schwer war. Wahrscheinlich haben wir es alle gar nicht so wirklich realisiert, was es heißt, jetzt alle für ein Jahr weg zu sein.
Über Madrid ging es dann nach Lima, wo sich unsere Wege trennten. Fünf von uns (Kathrin, Lydia, Katja, Max und Franci) blieben in Lima, um dort ein paar Tage in einem Konvent zu leben und danach in ihr Projekt zu kommen, und Sarina, Sabrina und ich flogen weiter nach Santa Cruz und letztendlich nach Cochababa. Anders als befürchtet mussten wir nicht für unser zweites Gepäckstück oder Übergewicht im Koffer bezahlen. Und obwohl wir uns schon Sorgen machten, kam unser Gepäck auch ohne Probleme an und wir hatten überhaupt keine Probleme mit dem Fliegen. Die Bilanz unserer Reise: 4 Flüge, 40 Stunden Reise, ein großes Jetlag und die Erleichterung, endlich angekommen zu sein!
Padre Gonzalo (der Pfarrer meiner Kirchengemeinde in Cochabamba, Cruz Gloriosa), Don Pedro (der Leiter von CADECA) und zwei Männer aus Independencia haben uns am Flughafen abgeholt. Wir mussten sehr lachen, als die Männer anfingen, unsere Koffer auf ihren Kleinbus zu laden, weil wir so viel Gepäck hatten, dass nicht alles reinpasste.

Reisevorbereitungen

Die letzte Woche vor Bolivien hatte ich ein ziemlich volles Programm. Man möchte ja schließlich noch alle sehen, ein Abschiedsfest haben, noch dies und das besorgen, die letzte Impfung überstehen und sich auch mental darauf einstellen, dass es bald ganz weit weg geht.

Nachdem ich – mit sehr großer Unterstützung meiner Eltern – endlich meine To-Do-Liste für Bolivien abgearbeitet hatte, ging es ans Packen. Aber wie packt man bitteschön für ein Jahr? Und vor allem: Wie soll man das alles in einen Koffer quetschen, der unter 23 kg wiegen soll? Gott sei Dank hatte ich da Hilfe von Hanna, einer sehr guten Freundin, die selbst gerade erst von ihrem weltwärts-Freiwilligendienst aus Mexiko zurückgekommen war. Sie gab mir Tipps wie: „Nein, keine Pullis mehr, du hast schon drei!“, „Ein Kleid langt!“ und „Du gehst ja nach Bolivien und nicht an die Antarktis!!“

Außerdem wurde mir ja immer gesagt, dass ich in Bolivien alles kaufen könnte und so habe ich mich auf das Wichtigste beschränkt. Dennoch war es nicht einfach, eine gute Auswahl zu treffen und auch die ganzen Gastgeschenke unterzubringen, doch irgendwie habe ich es geschafft.

Ich bedanke mich herzlich für die vielen Briefe, Postkarten, Anrufe, Email, Besuche und Gedanken, die ich vor meiner Abreise bekommen habe. Sie sind mir eine große mentale Stütze und ich freue mich wirklich, dass sich so viele Menschen für mein Projekt interessieren und daran teilhaben möchten!

Entsendegottesdienste

Ich hatte das Glück, gleich mehrmals Gottes Segen für mein Projekt in Bolivien zugesagt zu bekommen:
Am 14. und 15. Juli feierten wir in unserer Seelsorgeeinheit in Hl. Geist / St. Maria Partnerschaftsgottesdienste. Ganz besonders war dabei natürlich der Besuch von Padre Gonzalo, Pfarrer unserer bolivianischen Partnergemeinde Cruz Gloriosa in Cochabamba. Außerdem stellte Verena Rauch (meine ehemalige Reli- und Spanischlehrerin, die selbst mit ihrer Familie für drei Jahre dort gelebt hat) in einem sehr spannenden und lebhaften Vortrag Cruz Gloriosa vor und Josef Rauch, Verenas Vater, interviewte Padre Gonzalo. Am Schluss bekam ich einen Entsendesegen und viele gute Wünsche der Gemeinde. Außerdem gab es am Sonntag noch einen Empfang im Gemeindehaus St. Maria, der vom Partnerschaftskreis „en contacto“ organisiert wurde. Dort gab es bolivianische Häppchen und einen Verkauf bolivianischer Produkte (unter anderem wurden dort gestickte Karten und Taschen von Frauen aus der Gemeinde Cruz Gloriosa verkauft).

Fotos: Herr Doser

Am 21. Juli hatten wir dann noch vom BDKJ Bamberg aus einen Entsendegottesdienst in der Gemeinde St. Heinrich in Erlangen, bei dem wir in einer schönen Feier entsendet wurden und Ringe überreicht bekamen. Danach gab es noch für uns Freiwilligen, Freunde und Familie einen Empfang im Gemeindehaus.

Marcel hat dazu etwas mehr geschrieben: http://marcelw94.wordpress.com/2012/07/22/entsendegottesdienst-in-erlangen/

Vorbereitungsseminare – Der Countdown läuft

Vor zwei Wochen hatten wir vom BDKJ Bamberg und vom BDKJ  Würzburg unser erstes Vorbereitungsseminar in Würzburg. Es war sehr spannend und lehrreich und es war toll, so viele Gleichgesinnte auf ein Mal zu treffen.

Da habe ich mich natürlich schon auf unser Wiedersehen diese Woche in Vierzehnheiligen zur zweiten Seminarwoche gefreut. 🙂 Hier werden wir mit allen wichtigen Infos versorgt und bekommen spannende Berichte von ehemaligen Freiwilligen!

Mir wird langsam bewusst, wie kurz die Zeit ist, die mir noch in Deutschland bleibt, da ich am Sonntag noch für einen guten Monat zum Arbeiten an die Côte d´Azur fliege.

Liebe Grüße aus Vierzehnheiligen!

Corinna

In 3 1/2 Monaten geht es los…

Um mich schon einmal mental auf meinen weltwärts-Freiwilligendienst einzustellen und ein Mittel zu finden, meiner Familie, meinen Freunden und Bekannten in Deutschland regelmäßig mitzuteilen, was ich in Cochabamba (Bolivien) so mache, habe ich mir gerade diesen Blog eingerichtet. Hier werden dann regelmäßige Berichte über meine Zeit in Südamerika erscheinen. Über Kommentare freue ich mich immer!

Hasta pronto

Corinna